Mit-fühlen vs. Mit-leiden

Hallo und herzlich Willkommen! Mein heutiger Beitrag nimmt zwei ähnliche Gefühle mit doch großem Unterschied, unter die Lupe. Wahrscheinlich kennt jeder eine oder mehrere Personen, die es wirklich schwer oder schwerer als andere im Leben haben. Manch einer schlittert von einem Dilemma in die Nächste. Ist diese Krise selbst verschuldet, hält sich das Mitgefühl und Mitleid meist noch in Grenzen. Doch leider gerät der Eine oder Andere aber unverschuldet in Situationen, die das momentane und fortschreitende Leben erheblich beeinträchtigen. Sei es durch Krankheit, Jobverlust, Verlust des Eigenheims, finanzieller Not, Existenzangst,…und kaum hat Dieser es dir erzählt, kommen Gefühle der Empathie und/oder des Mitleidens in dir hoch. Ich selber war jahrelang nicht nur äußerst mitfühlend – was ich heute noch bin – Nein, ich habe mitgelitten, habe die Probleme und die dazugehörigen Gefühle, zu meinen gemacht. Ich habe mich mit einer ‚fremden‘ Geschichte identifiziert, mir tagelang den Kopf zerbrochen, mich richtig schlecht gefühlt und MEIN eigenes Leben beiseite gestellt, weil es jemand anderen gerade beschissen ging. Frei nach dem Motto: „geteiltes Leid, ist halbes Leid“. Und so hab ich es in Kürze geschafft, das Leiden zu verdoppeln, als zu minimieren! 🤦‍♀️

Ich habe mich selber oft gefragt, warum ich mir diese ‚fremde‘ Last zumute, wenn ich selber auf mich und meine Balance achten sollte? Warum gelingt es mir so schwer, ein gesundes Maß an Hilfe anzubieten, ohne dabei meine Grenzen und meine Energie zu überlasten? Was könnte sich dahinter verbergen? Warum leide ich so mit, anstelle ehrliches Mitgefühl zu empfinden und nicht mehr?

  • Erstens: ich habe die Überheblichkeit besessen – zu glauben, jeden helfen zu müssen. Weil ich, Frau Mutter Theresa 2.0, DIE Weisheit in Person war.
  • Zweitens: es gut war zu wissen, wenn es einem selbst mal beschissen ging, auch jemanden hatte, der mitleidet! Mitleiden musste!!! Aus dem einfachen Grund, weil ich damit richtig Probleme hatte, wenn diese oder jene Person, fröhlich pfeifend durch die Welt marschierte, während ich ALLEINE leiden musste. Geht ja mal gar nicht. Ich war wütend, neidisch und gönnte niemanden seine Zufriedenheit.
  • Drittens: Angst! Angst, wenn ich NEIN sage, nicht mehr gemocht und akzeptiert zu werden!
  • Viertens: das schlechte Gewissen, jemanden nicht seine Last abzunehmen, mit dem einhergehenden Gefühl, ein schlechter Mensch zu sein!

rational gesehen, ziemlich bescheuert 🙈 emotional gesehen, furchtbar 🥺

Aus heutiger Sicht und mit etwas mehr Selbstliebe im Gepäck, empfinde ich es hilfreicher und sinnvoller, seine Hilfe anzubieten, Verständnis zu zeigen und bei Bedarf (voraussetzt es möchte diese Person) Ratschläge, Tipps und Lösungsvorschläge zu erteilen, ABER NUR, wenn DU es möchtest, DU DICH nicht überlastest und überschätzt.

Du bist und bleibst trotzdem genauso liebenswert und wundervoll!

Es bringt genau NIX, wenn DU durch Dein mitleiden, traurig, deprimiert und frustriert durch die Welt läufst, obwohl es DIR gut geht – aber es bringt verdammt viel, wenn DU fröhlich, besonnen, positiv und freudig BIST!

So und jetzt raus aus der Mitleidstour – das Leben ist so schön! Und mal ehrlich? Positive Menschen sind schon geil 😉

LET IT FLOW, deine Katrin

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: