Der Herbst und sein Blues – wie Achtsamkeit dir helfen kann, dem Herbstblues entgegenzuwirken

Hallo und herzlich Willkommen! Schön, dass du da bist! Und ja, ER ist auch da – der Herbst. Was für manche eine der schönsten Jahreszeiten ist, kann für andere belastend werden.

Die Blätter verfärben sich bunt und gleiten sachte zu Boden, die Tage werden kürzer und die Nächte länger, die Sonne zeigt sich seltener – dafür nehmen die ‚grau-in-grau‘ Tage mehr zu, die Feuchtigkeit legt sich wie ein Schleier nieder und der Nebel hüllt uns ein – das alles bringt der Herbst mit sich – und mit ihm auch einige ‚Begleiterscheinungen‘, die durch körpereigene biochemische Prozesse ausgelöst werden. In der dunkleren Jahreszeit kommt es zu einer Hormonumstellung, dh es wird weniger Serotonin gebildet und dafür mehr Melatonin (Schlafhormon), das für die vermehrte Müdigkeit verantwortlich ist. Neben der Müdigkeit kann es zu gedrückter Stimmung, Melancholie, Antriebslosigkeit und auch Traurigkeit kommen bis hin zu depressiven Verstimmungen oder einer Depression, die unbedingt ärztlich abgeklärt und behandelt werden muss!!!

Verschiedenste Selbstfürsorge Tipps wie, eine Tageslichtlampe, Bewegung im Freien, nährstoffreiche Ernährung, ausreichend Schlaf, Pausen und all die Dingen die unser Wohlbefinden steigern, sind ratsam, um gut durch die lichtarme Jahreszeit zu kommen. Neben den Selfcare Möglichkeiten, kann man sich die Achtsamkeit, als wertvollen Begleiter, dazu holen.

Nachfolgend schreibe ich euch, wie ihr mit der Achtsamkeit dem Herbstblues entgegenwirken könnt.

  1. NICHT BEWERTEN: Wie der Frühling und der Sommer (den die Meisten als ihre Lieblingsjahreszeit empfinden), ist auch der Herbst und Winter nichts weiter, als eine Jahreszeit. Wenn du dazu neigst, den Herbst/Winter zu verteufeln, kannst du selbst mehr Gelassenheit entwickeln, in dem du nicht bewertest, sondern den Herbst/Winter ganz nüchtern wahrnimmst und ihn als solches ansiehst, was er ist – ein Jahreszeit – nicht mehr nicht weniger.
  2. AKZEPTANZ: Wie oben beschrieben, ist auch der Herbst/Winter nur eine Jahreszeit – die mitunter unangenehme Begleiterscheinungen hervorrufen kann. Ein wichtiger Aspekt ist hier, dich in Akzeptanz zu üben. Akzeptanz darüber, dass du die Jahreszeit weder wegmachen kannst, noch bekämpfen. Oft sind wir so im Widerstand, dass wir gar nicht merken, wie sehr wir Situationen ‚verschlimmern‘, die wir ohnehin nicht ändern können. Mit Akzeptanz ist nicht gemeint, dass du diese Jahreszeit besonders mögen lernen musst – Nein – die Akzeptanz ermöglicht dir, den Widerstand aufzugeben und sie anzunehmen.
  3. GEDULD: Zugegeben, der Herbst/Winter kann sich gefühlt endlos ziehen und wir werden mit der Zeit immer ungeduldiger. Leider hilft uns die Ungeduld nicht weiter – auch wenn es verständlich ist, wieder mehr Sonne, Wärme und sattes Grün sehen und spüren zu wollen. Vielleicht möchtest du dir in Phasen der Ungeduld, immer wieder bewusst machen, dass auch diese Jahreszeit endet und du den Fokus darauf richtest, was dir JETZT gut tut.
  4. LOSLASSEN: Loslassen kann dir behilflich sein, bewusster mit dem Herbst/Winter umzugehen. Bevor der Herbst vollständig einzieht, kannst du dich bewusst vom Sommer verabschieden – mit dem Wissen auch er kommt wieder. Je mehr wir versuchen den Sommer festzuhalten (emotional), desto ’negativer‘ und voreingenommener werden wir dem Herbst/Winter entgegentreten.
  5. ANFÄNGERGEIST: In der Achtsamkeit gibt es eine wunderbare Säule, den Anfänger-, Entdecker-, oder Forschergeist. Diese Geisteshaltung ermöglicht uns, unsere vorgefertigten Meinungen und Überzeugungen beiseite zu legen und neugierig zu bleiben, auf das was kommt. Das heißt, wir haben dadurch die Möglichkeit, jeden Moment, jeden Tag und jeder Jahreszeit, wieder NEU zu begegnen, ohne uns von unseren Erfahrungen und festgefahrenen Denken leiten zu lassen. Wir ermöglichen uns, mehr Neugierde und Spannung in unser Leben zu bringen und Erfahrungen zu sammeln/oder zu revidieren. Ich persönlich liebe den Anfängergeist – er bringt mir sehr viel Lebendigkeit in mein (ER)leben.
  6. VERTRAUEN: Vielleicht möchtest du versuchen, dem Herbst/Winter oder besser gesagt, dir, einen Vertrauensvorschuss zu geben. Insofern, dass du darauf vertraust, diese Jahreszeit gut bewältigen und auch gestalten zu können. Werde selbstwirksamer, das fördert dein Vertrauen in dich, dadurch lässt sich deine mögliche Anspannung und Angst dem Herbst gegenüber, reduzieren.
  7. SELBSTMITGEFÜHL: Für mich eines der wichtigsten und essentiellsten Säulen, unangenehme Phasen gut zu bewältigen. Vielleicht erlebst du im Herbst/Winter vermehrt Stimmungstiefs, Energielosigkeit, Gereiztheit und Antriebslosigkeit – oder eine Depression. Verständnis und Mitgefühl dir selbst gegenüber, ist enorm wichtig, zur Bewältigung und im Umgang mit ‚Symptomen‘. Sich selbst mitfühlend zu behandeln, ist ein großer Schritt mit Belastungen umzugehen. Sei dir ein guter Freund und behandle dich bitte so. Tue dir soviel ‚Gutes‘ als möglich und sei lieb zu dir!

Ich wünsche dir, eine spannende und entspannende Herbstzeit und freue mich, wenn ich dir mit der Achtsamkeit behilflich sein konnte oder kann!

Bleib achtsam und let it flow, deine Katrin

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